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Deutsche nehmen immer mehr Opioide

14.05.2017

Viele Ärzte verordnen Opioide mittlerweile auch Patienten mit Rückenschmerzen.

In Deutschland nimmt der Konsum von Opioiden besorgniserregend zu. „Wir haben festgestellt, dass in den vergangenen 10 bis 15 Jahren die Verordnungszahlen enorm angestiegen sind“, sagt Rainer Sabatowski, Leiter des Schmerz-Zentrums an der Uni-Klinik Dresden.

Von 2006 bis 2015 habe die Zahl der verschriebenen Packungen um 31 Prozent zugenommen, sagte Sabatowski in der „Zeit“. Allein im vergangenen Jahr habe der Anstieg bei 4,5 Prozent gelegen – „ohne dass erkennbar wäre, dass die Patienten kränker geworden sind, oder dass es neue wissenschaftlich begründete Indikationen gäbe“.

Die Schmerzmittel waren ursprünglich für die Krebstherapie gedacht und sind eigentlich nur für den kurzfristigen Einsatz gedacht. Inzwischen verordnen viele Ärzte sie allerdings auch zunehmend Patienten mit Rücken-, Knie- oder sonstigen Schmerzen – mit zum Teil verheerenden Langzeitwirkungen, wie die Zeitung berichtet. In den USA, wo Opioide besonders häufig verschrieben werden, seien daran 2015 rund 16.000 Menschen gestorben.

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